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Bitterer Ausgleich Sekunden vor dem Abpfiff TOP NEWS

Iserlohn. Mit einem enttäuschenden Remis gegen den Tabellenvorletzten Kirchhörde hat der FC Iserlohn die Abstiegsränge verlassen, muss aber weiter um den Klassenerhalt bangen, insbesondere nach Leistungen wie am Samstagabend. Der Teilerfolg war trotz zweimaliger Führung äußerst glücklich für die Gastgeber, auch wenn sie erst wenige Sekunden vor dem Abpfiff den bitteren Ausgleich hinnehmen mussten.

Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – Kirchhörder SC 2:2 (2:1). „Am Ende muss man mit dem Ergebnis zufrieden sein“, gestand FCI-Trainer Christian Hampel nach der rumpligen Vorstellung im ersten Spiel am Hemberg, die zumindest dem holprigen Rasenplatz alle Ehre machte.

 

Schiedsrichter weckt frühzeitig Diskussionsbedarf

 

Schon nach vier Minuten brannte es lichterloh im Iserlohner Strafraum. Schlussmann Dreesen parierte gegen Rammel, den Nachschuss kratzte Deppe von der Torlinie. Frühzeitigen Diskussionsbedarf weckte bei Hampel nicht nur das schludrige Defensivverhalten in dieser Szene, sondern ebenfalls Schiedsrichter Ciha nach einem Iserlohner Angriff. Torsteher Roll war aus seinem Gehäuse geeilt, um einen langen Pass auf Lenz abzufangen. Er kam zu spät, den Schuss des FCI-Torjägers blockte er weit außerhalb des Strafraums mit den Händen ab. Statt der roten Karte zückte der Unparteiische die gelbe, weil es aus seiner Sicht keine klare Torchance gewesen sei. „Eine Frechheit“, schimpfte Hampel: „Mehr Rot geht nicht.“ Hypothetisch ist, wie die Partie ohne diese exklusive Meinung des Unparteiischen verlaufen wäre. Die Gastgeber jedenfalls fanden kaum zu ihren Rhythmus, viele Bälle versprangen auf dem unebenen Grün. Ein flüssiges Kombinationsspiel kam selten zustande. Stattdessen besaß der Tabellenvorletzte die nächste Riesenchance. Nach einem von Dreesen mit Mühe abgewehrten Viegas-Freistoß bugsierte Wazian den Abpraller an den Pfosten, ehe Müsse endgültig klären konnte (14.). Der FCI blieb harmlos, umso überraschender fiel aus dem Nichts heraus die Führung durch Marks, dessen Sonntagsschuss am Samstag aus gut zwanzig Metern einschlug (20.).

 

Der Treffer gab den Iserlohnern indes nicht die erhoffte Sicherheit. Folglich war der Ausgleich verdient, wobei Deppe kräftig mithalf. Erst köpfte er den Ball vor die Füße von Deniz, dann brachte er den Kirchhörder im Strafraum zu Fall, den Elfmeter verwandelte Scherff (44.). Der Jubel der Gäste wich nur Sekunden später herbe Enttäuschung, denn im Gegenzug zirkelte Marks den Ball sehenswert zur erneuten Führung in die Maschen.

 

 

Dieses Tor ließ auf einen besseren zweiten Durchgang hoffen, doch die Gäste hatten mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß. Auf der anderen Seite wiederum ergaben sich gute Konterchancen. Die beste vergab Nweke, der am Keeper und dann an der Latte scheiterte (73.). Lenz schaute fassungslos zu, stand besser postiert, aber im Abseits. So kam es, wie es kommen musste, in der Schlussminute wuchtete Schwaß nach einem Freistoß den Ball zum verdienten Remis über die Torlinie.

 

Quelle: IKZ, Helmut Muschiol