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Lenz und Nweke schießen den FCI aus der Krise TOP NEWS

Iserlohn. Eindrucksvoller hätte der Befreiungsschlag kaum ausfallen können. Nach vier Spielen ohne Punkt und mit nur einem Tor nach der Winterpause drehten die Iserlohnen gegen den Tabellenletzten mächtig auf und garnierten ihren Pflichtsieg mit sieben, zum Teil sehenswert herausgespielten Treffern. Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - Viktoria Resse 7:1 (4:1).

Wer hätte das noch diesen entbehrungsreichen Wochen gedacht? Der FCI präsentierte sich dynamisch und zweikampfstark, er suchte konsequent den Weg zum Tor und bewies die lange vermisste Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Die wenigen Zuschauer im Willi-Vieler-Stadion konnten sich trotz der Minustemperaturen an dieser Leistung erwärmen.

 

Müsses gelungenes Comeback nach dem Kreuzbandriss

Doch erst musste ein Tiefschlag verdaut werden, denn nach einem Freistoß von der Strafraumgrenze ließ die Iserlohner Abwehr Leufke beim Kopfball gewähren. In der gab Dean Müsse nach seinem Kreuzbandriss ein gutes Saisondebüt. Sein Innenverteidigerkollege Sebastian Lötters war angeschlagen ins Spiel gegangen und hielt nur eine Halbzeit durch. Doch das tat wenig zur Sache, weil die Gelsenkirchener nach ihrem Paukenschlag zu Beginn andere Sorgen hatten.

 

Sie waren im eigenen Strafraum gefordert und schnell überfordert, Beim Ausgleich durch Kingsley Nweke halfen sie noch mit, und weil mit diesem Tor (5.). der Knoten beim FCI platzte, nahm das Unheil für Resse seinen Lauf. Der Ball lief phasenweise wie am Schnürchen durch die Iserlohner Reihen, und als Lukas Lenz schneller schaltete als die gegnerischen Verteidiger, war mit dem 2:1 (18.) die Richtung vorgegeben. Jetzt spielten nur noch die Hausherren, die sich mit dem dritten Treffer trotz hochkarätiger Chancen (Marks, Ernst) Zeit ließen. Erst kurz vor der Pause legte Lenz dem Kollegen Nweke zum 3:1 vor, dann düpierte der Kapitän die Viktoria-Abwehr inklusive Keeper Eiba mit einem sehenswerten Lupfer - 4:1.

 

 

Damit war zur Pause schon alles gelaufen, und das merkte man dem Spiel im zweiten Durchgang an. Resse bemühte sich natürlich um Schadensbegrenzung, versuchte aber auch, einige Offensivakzente zu setzen, und die Iserlohner hatten Mühe, wieder richtig in Fahrt zu kommen. Kurz nach Wiederbeginn war Marks noch gescheitert, also übernahmen Lenz und Nweke die Fortsetzung des Torreigens. Treffer Nummer fünf bereitet Lenz mit einem Heber vor, Nweke staubte ab und revanchierte sich drei Minuten später und servierte dem Sturmpartner für dessen dritten Treffer. Aber Resse machte es ihnen mit seiner konfusen Abwehrarbeit auch sehr leicht. Einmal erwischte es die Gäste noch, zur Abwechslung durch Yannik Marks, und sie dürften den Schlusspfiff herbeigesehnt haben. Und der FCI wird bei aller Freude über den Kantersieg wissen, dass die nächsten Gegner von anderem Kaliber sind.

 

 

Quelle: IKZ, Willy Schweer

zuletzt bearbeitet am Montag, 19 März 2018 18:19